Personen- und Güterverkehr

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Personen- und Güterverkehr

Ohne das moderne Verkehrswesen wäre das heute erreichte Maß an Kommunikation und arbeitsteiliger Produktion in der Welt undenkbar. Ausbau und Entwicklung des Verkehrs sind somit gleichzeitig Voraussetzung und Gradmesser für die wirtschaftliche Dynamik eines Landes und die Mobilität seiner Bürger. Auch in Deutschland war das Wachstum der Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten mit einer entsprechenden Intensivierung der Verkehrsströme verbunden. Daneben setzte sich mit wachsendem Wohlstand ein Mobilitätsbedürfnis durch, das nicht unmittelbar wirtschaftlich bedingt ist – sichtbar am zunehmenden Freizeit- und Urlaubsverkehr.

Die Verkehrsstrukturen der Bundesrepublik sind vom Wettbewerb zwischen Schiene und Straße, öffentlichem Verkehr und Individualverkehr geprägt. Im früheren Bundesgebiet wurde dieser Wettbewerb durch den großzügigen Ausbau des Straßennetzes – vor allem in den 1960er und 1970er Jahren – mehr und mehr zugunsten des Straßen- und des Individualverkehrs entschieden. Nach der deutschen Einigung folgten auch die neuen Länder diesem Trend. Verstärkte Investitionen in den Schienenverkehr konnten diesen Prozess allenfalls verlangsamen, aber nicht aufhalten.

Im Güterverkehr wirkte sich die Verlagerung der Verkehrsströme auf die Straße in den letzten Jahrzehnten besonders nachteilig auf die Bahn aus. In Westdeutschland verlor sie schon 1983 ihre bis dahin führende Rolle im Güterfernverkehr und wurde seitdem weiter zurückgedrängt, auch wenn aus Umweltgründen die Rückverlagerung von Lkw-Ferntransporten auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel angestrebt wird. Entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung hatte der wirtschaftliche Strukturwandel: Heute sind weniger Massengüter und dafür mehr hochwertige und zeitempfindliche Güter zu transportieren. Die zeitgenaue Anlieferung von Komponenten per Lkw wurde zu einem selbstverständlichen Teil der industriellen Produktionskette. 2014 beförderte der Lkw bereits mehr als 72 % der Gütermenge im innerdeutschen Fernverkehr, die Bahn nur 15 %, die Binnenschifffahrt 9 %. Im Nahverkehr dominiert ohnehin der Lkw.

Zählt man die Fahrten im Personenverkehr, wurden in Deutschland 2014 nahezu 71 Milliarden Personen befördert. Davon benutzten 2,7 Milliarden die Bahn und 9,4 Milliarden die Busse, Straßen- und U-Bahnen. Der Anteil der öffentlichen Verkehrsmittel am Verkehrsaufkommen lag damit bei lediglich 17 %. Auf den motorisierten Individualverkehr per Auto oder Motorrad entfielen dagegen mehr als 58 Milliarden Fahrten und damit 83 % des Verkehrsaufkommens.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 03/2016
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