Personenverkehr – wozu und womit unterwegs?

Personenverkehr – wozu und womit unterwegs?

Infografik Nr. 410111

Welche Verkehrsmittel nutzen die Deutschen? Und wohin fahren sie? Das ZAHLENBILD gibt Antworten.

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In Deutschland legt jeder Einwohner im Durchschnitt rund 1150 Wege pro Jahr zurück, um zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf, zum Freizeitvergnügen oder zu einem Ferienziel (und wieder nach Hause) zu gelangen. Zusammen ergibt das im Jahr mehr als 96 Milliarden „Beförderungsfälle“. Die Länge der einzelnen Wege schwankt zwischen einigen hundert Metern für den Gang zum nächsten Briefkasten und vielen Kilometern für eine Geschäfts- oder Urlaubsreise; im Durchschnitt beläuft sie sich auf fast 13 km. Das geht aus Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Jahr 2018 hervor.

Unter allen Fortbewegungsarten hat das Autofahren, dem die heutige Gesellschaft einen Großteil ihrer Mobilität verdankt, nach wie vor die größte Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten ist der Bestand an Pkw unaufhörlich gewachsen. Auch wer nicht selbst lenkt, ist doch oft als Mitfahrer im Auto unterwegs. Es überrascht daher nicht, dass mehr als die Hälfte aller Wege (54 %) mit privaten Kraftfahrzeugen (einschließlich Motorrädern, Mopeds usw.) zurückgelegt werden. Noch größer ist der Anteil des motorisierten Individualverkehrs an den Verkehrsleistungen: 2018 machte er rund 74 % von insgesamt 1237 Milliarden Personenkilometern aus.

Den Anteil der Verkehrsmittel über längere Zeit zu vergleichen, stößt indessen auf Schwierigkeiten, da die Berechnungen und Methoden mehrfach geändert wurden. Trotzdem schälen sich zuletzt leichte Zuwächse für das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel heraus. Auf Bus, U-Bahn, Straßenbahn und Eisenbahn entfielen 2018 zusammen 13 % aller Wege und mehr als 11 % der gesamten Wegstrecke. Zu Fuß legten die Bundesbürger 2018 gut ein Fünftel (22 %) aller Wege zurück. Die eigenen Gehwerkzeuge sind vor allem für den Weg zur Schule, beim Einkaufsbummel, beim Joggen oder für Spaziergänge im Gebrauch.

Welche Rolle die Freizeit für die Mobilität der heutigen Gesellschaft spielt, lässt die Aufschlüsselung des Personenverkehrs nach dem Zweck erkennen: So diente 2018 mehr als ein Viertel (27 %) aller Wege dem Freizeit- oder Urlaubsvergnügen. Etwa ebenso viele Wege (28 %) waren beruflich oder geschäftlich motiviert, sei es, um täglich zur Arbeit zu fahren, oder aber, um Kunden zu besuchen und Geschäftsreisen zu unternehmen. Noch etwas häufiger (30 %) standen allerdings Einkäufe oder Erledigungen auf dem Programm. Auf Fahrten zur Schule oder zur Ausbildungsstätte entfielen 7 % der Wege. Weitere 8 % dienten der Begleitung anderer Personen, etwa auf dem Schulweg, bei einem Arztbesuch oder einem Behördengang; häufig sind auch Kinder dabei, wenn Eltern unterwegs sind.

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