Breitbandversorgung

Breitbandversorgung

Infografik Nr. 431620

Der Begriff „Breitband“ steht für Internetverbindungen mit hoher Datenübertragungsrate. Die Schwelle der Übertragungsgeschwindigkeit, ab der man von Breitband spricht, hat sich im Lauf der technischen Entwicklung ständig nach oben verschoben. Heute gilt eine Download-Rate von 30 Megabit pro Sekunde als Untergrenze für die Grundversorgung mit Breitbandanschlüssen. Gebiete, in denen diese Zugangsgeschwindigkeit nicht erreicht wird, sind als unterversorgt zu betrachten.

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Deutschland gehört zu den führenden Industrienationen. Was seine Stellung im digitalen Zeitalter angeht, hat es aber noch einigen Nachholbedarf. Das gilt nicht zuletzt für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Leistungsfähige Breitbandverbindungen, über die große Datenmengen in kurzer Zeit übertragen werden können, sind für viele Unternehmen eine notwendige Voraussetzung. Nur so können sie erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen entwickeln und eine reibungslose Kommunikation mit Kunden und Lieferanten unterhalten. Auch für Wissenschaft und Medizin werden schnelle Übertragungswege gebraucht. Und private Nutzer interessieren sich für einen störungsfreien Zugang zu den immer aufwändigeren Produktionen der Unterhaltungsindustrie oder als moderne „Heimarbeiter“ für eine gute Verbindung mit dem Intranet ihrer Firma.

Doch was ist Breitband? Der Begriff steht für Internetverbindungen mit hoher Datenübertragungsrate. Die Schwelle der Übertragungsgeschwindigkeit, ab der man von Breitband spricht, hat sich im Lauf der technischen Entwicklung ständig nach oben verschoben. Heute gilt eine Download-Rate von 30 Megabit pro Sekunde als Untergrenze für die Grundversorgung mit Breitbandanschlüssen. Gebiete, in denen diese Zugangsgeschwindigkeit nicht erreicht wird, sind als unterversorgt zu betrachten.

Der Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beziffert den Anteil der Haushalte, für die Anschlüsse ab 30 Mbit/Sekunde verfügbar sind, auf 90,8 % (Ende 2018). Auf der anderen Seite können 9,2 % der Haushalte noch immer nicht auf solche Anschlüsse zugreifen. Besonders problematisch: in ländlichen Gebieten steht für fast ein Drittel (29,3 % der Haushalte) noch kein Breitbandnetz dieser Klasse zur Verfügung. Das hat damit zu tun, dass die Breitbandanbieter eher in Städte und dicht besiedelte Gegenden investieren.

Für die Nutzer sind neben der Netzverfügbarkeit auch die Kosten eines Breitbandanschlusses entscheidend. So unterhielten 2018 erst rund 43 % der deutschen Haushalte einen schnellen Breitbandzugang (ab 30 Mbit/Sekunde) zum Internet. Bei den Unternehmen lag der entsprechende Prozentsatz sogar erst bei 39 %, da zahlreiche Kleinst- und Kleinunternehmen noch darauf verzichten. Die Politik hat unterdessen große Pläne. Bis 2025 will die Bundesregierung den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen (1 Gigabit = 1000 Megabit) erreichen und stellt dafür Milliardenbeträge an Fördermitteln bereit. Die Bürger sollen bis dahin einen rechtlichen Anspruch auf schnelles Internet bekommen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 10/2019
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