Schutz durch private Versicherung

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Infografik Nr. 487113

Durch die gesetzliche Sozialversicherung ist der weit überwiegende Teil der Bevölkerung vor den wirtschaftlichen Folgen von Krankheit, Alter, Pflegebedürftigkeit und Erwerbslosigkeit geschützt. Wer nicht unter die gesetzliche Versicherungspflicht fällt oder einen besseren Versicherungsschutz erreichen will, kann durch Abschluss eines privaten Versicherungsvertrags aber auch selbst Vorsorge gegen diese Risiken treffen.

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Durch die gesetzliche Sozialversicherung ist der weit überwiegende Teil der Bevölkerung vor den wirtschaftlichen Folgen von Krankheit, Alter, Pflegebedürftigkeit und Erwerbslosigkeit geschützt. Wer nicht unter die gesetzliche Versicherungspflicht fällt oder einen besseren Versicherungsschutz erreichen will, kann durch Abschluss eines privaten Versicherungsvertrags aber auch selbst Vorsorge gegen diese Risiken treffen. Zur Absicherung gegen sonstige Gefahren sind die Bürger ohnehin auf die Leistungen der privaten Versicherungsunternehmen angewiesen. Deren Angebotsspektrum reicht von der privaten Renten-, Lebens-, Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherung über die Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung bis zu den sogenannten Sachversicherungen (z.B. Hausrat-, Gebäudeversicherung).

Welche Bedeutung die privaten Haushalte ihrem Versicherungsschutz beimessen, zeigen Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018, über die das Statistische Bundesamt berichtet. Danach ist in 83 % der Haushalte eine Privathaftpflichtversicherung vorhanden, die für schuldhaft verursachte Schäden im privaten Bereich, auch beim Sport oder in der Freizeit, einsteht. Eine Pkw-Haftpflichtversicherung ist für Autobesitzer ohnehin Pflicht. Durch eine Hausratversicherung schützen sich 76 % gegen Schäden an ihrer Wohnungseinrichtung, die bei einem Einbruch, durch Feuer, Wasser oder Sturm entstehen können. 46 % besitzen eine Rechtsschutzversicherung.

Für den einzelnen Haushalt besonders wichtig sind aber die Versicherungen, durch die der Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung ergänzt wird. Wo sich die sozialen Sicherungssysteme auf das Nötigste beschränken, ist ergänzende private Vorsorge gefragt. Dies gilt vor allem für die private Altersvorsorge. So verfügten 2018 rund 32 % der Haushalte über eine staatlich geförderte private Rentenversicherung (Riesterrente, Basisrente) und 26 % über eine sonstige private Rentenversicherung. 41 % hatten eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen; 17 % besaßen eine Risiko-Lebensversicherung, um die Familie für den Fall des vorzeitigen Ablebens finanziell abzusichern. Auf eigene Initiative ist auch angewiesen, wer sich gegen die Risiken eines Unfalls im privaten Bereich oder einer eventuellen Berufsunfähigkeit absichern will. Eine private Zusatz-Krankenversicherung, wie sie 28 % der Haushalte besitzen, dient dazu, die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse aufzustocken. Unabhängig davon verfügen knapp 9 % der Krankenversicherten (vor allem Selbstständige, Beamte und Angestellte mit höherem Einkommen) über eine private Krankheitskosten-Vollversicherung als Alternative zur gesetzlichen Versicherung.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2019
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