Die private Krankenversicherung

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Die private Krankenversicherung

Neben den gesetzlichen Krankenkassen spielt die private Krankenversicherung eine wichtige Rolle, wenn es um die Vorsorge gegen das soziale Risiko einer Erkrankung geht. Fast 12% der Bevölkerung haben einen ausschließlich privaten Krankenversicherungsschutz. Zu dieser Personengruppe zählen vor allem Beamte, besser verdienende Angestellte, Freiberufler und Selbstständige mit ihren Familien. Arbeitnehmer können aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln, wenn ihr Jahresarbeitsentgelt im Vorjahr über der Versicherungspflichtgrenze lag (2014: 53550 €).

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung richten sich die Versicherungsbeiträge bei den Privaten nicht nach dem Einkommen, sondern werden entsprechend dem individuellen Versicherungsrisiko kalkuliert. Die Versicherten haben meist die Wahl zwischen verschiedenen Tarifen und können so den Umfang der Versicherungsleistungen und die Höhe der Beiträge in gewissen Grenzen selbst bestimmen. Ihnen steht es im Allgemeinen frei, welchen Arzt und welches Krankenhaus sie aufsuchen wollen. Arzt- und Arzneimittelkosten werden ihnen von ihrer Versicherung je nach dem vereinbarten Tarif nachträglich erstattet. Krankenhauskosten rechnen die Versicherer meist direkt mit den Leistungsträgern ab.

Wichtigste Versicherungsart in der privaten Krankenversicherung ist die Krankheitskostenversicherung. Sie umfasst die vollständige oder teilweise Erstattung der Kosten für die ambulante ärztliche Behandlung, deckt die Kosten eines Krankenhausaufenthalts und leistet Zuschüsse für zahnärztliche Behandlung und Zahnersatz. Weitere Versicherungen, die auch von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen genutzt werden, treten ergänzend hinzu: Die Krankentagegeldversicherung schützt Erkrankte vor Einkommensausfällen, wie sie nach Ablauf der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber eintreten können; die Krankenhaustagegeldversicherung bietet finanzielle Unterstützung während der Behandlung im Krankenhaus. Zusatzversicherungen ermöglichen es z.B. auch Kassenpatienten, sich im Krankenhaus privatärztlich behandeln zu lassen. Eine private Pflegepflichtversicherung müssen alle privat Krankenversicherten abschließen; sie steht auch den freiwilligen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen offen.

Seit 2009 besteht auch für Personen, die typischerweise der privaten Krankenversicherung zuzuordnen sind, eine Krankenversicherungspflicht. Bisher nicht Versicherten, Neuversicherten und freiwillig gesetzlich Versicherten muss von den Versicherungsunternehmen ein Basistarif angeboten werden, der den Höchstbeitrag bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht überschreiten darf.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2014
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