Gründung von Start-ups in Deutschland

Gründung von Start-ups in Deutschland

Infografik Nr. 226095

Start-ups sind innovative, aber auch risikobehaftete junge Unternehmen. Manche erobern schnell neue Märkte, andere scheitern nach kurzer Zeit. In jedem Fall sorgen sie aber für neuen Wind in ihrem Umfeld. Erfahren Sie, wo die meisten Start-ups in Deutschland gegründet werden und welche Branchen dabei vorn liegen!

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Start-ups sind junge Unternehmen, die neuartige Geschäftsmodelle verfolgen, oft neue Technologien einsetzen, innovative Produkte oder Dienstleistungen anbieten und damit neue Märkte erschließen wollen. Sie sind auf rasches Wachstum und schnelle Erfassung von Markttrends angelegt. Da sie damit hohe Risiken eingehen, sind sie in der Anfangsphase zur Finanzierung oft auf Risikokapital angewiesen, das durch private Geldgeber oder auch staatliche Fonds zur Verfügung gestellt wird. Durch Auswertung der Handelsregistereintragungen grenzt der Startup Verband die neu entstandenen Start-ups in Deutschland von klassischen Unternehmensgründungen ab. Nach seinen Ergebnissen erreichten die Gründungsaktivitäten 2025 nach einigen schwächeren Jahren mit 3568 neuen Start-ups einen vorläufigen Höhepunkt. Der Zuwachs an Neugründungen war branchenübergreifend breit verteilt. Die ersten Ränge belegten die Sparten Software (853 Neugründungen), Medizin (428 Neugründungen) und Food (295 Neugründungen). Neue Start-ups entstehen meist in einem großstädtischen Umfeld. Bezogen auf jeweils 100000 Einwohner verzeichneten die Stadtstaaten Berlin (16,6) und Hamburg (10,9) die meisten Neugründungen. Es folgte das Flächenland Bayern (5,9), das besonders von der Strahlkraft und Gründungsdynamik der Region München profitierte. Einen guten Nährboden fanden neue Start-ups auch in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Liste der gründungsfreundlichsten Städte führte die bayerische Landeshauptstadt (mit 19,3 Startup-Neugründungen je 100000 Einwohner) vor Berlin und Düsseldorf an. Da die Neugründungen häufig durch die Forschungstätigkeit an Hochschulen angeregt werden, wiesen forschungsnahe Standorte wie Aachen, Potsdam, Heidelberg, Darmstadt, Köln und Karlsruhe ebenfalls eine hohe Gründungsintensität auf. Bundesweit wurden durchschnittlich 4,3 Start-ups je 100000 Einwohner gegründet. Starken Auftrieb erhielten die Startup-Gründungen zuletzt durch die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI). 2025 nutzte bereits jedes vierte neue Start-up die Künstliche Intelligenz als wichtigen Bestandteil seines Geschäftsmodells. Besonders hoch war der KI-Anteil in den Branchen Werbung (56%), LegalTech, d.h. Anwendungen zur Unterstützung und Automatisierung juristischer Dienstleistungen, (51%) und Software (42%). Nur in wenigen Sparten, darunter Food, Gaming und eCommerce spielte KI vorerst noch eine untergeordnete Rolle. 

Ausgabe: 03/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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