Männerberufe - Frauenberufe

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Infografik Nr. 247143

Männerberufe – Frauenberufe

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Männerberufe – Frauenberufe

Frauen nehmen in Deutschland einen immer bedeutenderen Platz im Arbeitsleben ein. Zwischen 1991 und 2009 stieg ihr Anteil an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen von 42 auf 46 %. In den jüngeren Altersgruppen hat die traditionelle Rollenteilung zwischen dem Mann als Alleinverdiener und der Frau als Hausfrau und Mutter längst ausgedient. Allerdings haben Frauen im Beruf nach wie vor weit geringere Karrierechancen und werden meist schlechter entlohnt als ihre männlichen Kollegen. Als erstaunlich langlebig erweisen sich auch die Unterschiede in der Berufswahl zwischen Männern und Frauen. Zwar fehlt es nicht an Bemühungen, das Berufswahlspektrum junger Frauen zu erweitern. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verlangt, dass Stellen geschlechtsneutral ausgeschrieben werden. Dennoch konzentriert sich die Beschäftigung der Männer und der Frauen noch immer auf „geschlechtstypische“ Berufe und Berufsfelder. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, arbeiteten 2009 fast die Hälfte der Männer und gut ein Drittel der Frauen in Berufsgruppen, die zu über 80 % vom eigenen Geschlecht besetzt waren.

Zu den typischen Männerberufen gehören Tätigkeiten, die starke körperliche Anforderungen stellen, wie im Baugewerbe, im Metallbau, im Bergbau oder im Transportgewerbe. Auch die Elektroberufe sind zu über 90 % in männlicher Hand. Ebenfalls überproportional stark vertreten sind Männer in den Wach- und Sicherheitsberufen, in der Landwirtschaft sowie in Handwerksberufen wie Schreiner, Metzger, Bäcker. Die Dominanz der Männer in diesen Berufen mag noch durch ihre größere physische Leistungskraft begründet sein. Aber Männeranteile von über 80 % finden sich auch in den Ingenieursberufen, bei Chemikern, Physikern und Mathematikern. Stark männlich besetzt ist darüber hinaus das Berufsfeld der Unternehmensleitung und -beratung.

Die typischen Frauenberufe (mit Frauenanteilen von über 80 %) finden sich durchweg im Dienstleistungssektor – allen voran die Körperpflegeberufe (Kosmetikerin, Friseurin), die Tätigkeit als Erzieherin, die haus- und ernährungswirtschaftlichen Berufe, die Gesundheitsdienstberufe (wie Krankenschwester, Sprechstundenhelferin), die Reinigungsberufe und die Berufe rund um den Verkauf. Hohe Frauenanteile weisen auch die Büroberufe und die Hotel- und Gaststättenberufe auf. Im Lauf des letzten Jahrzehnts konnten Frauen zwar in einigen überwiegend „männlichen“ Berufen stärker Fuß fassen (so in der Justiz und einigen akademischen Berufen). Ein allgemeiner Trend zur Angleichung der Berufswahl ist darin jedoch nicht zu erkennen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 01/2011
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