Unfälle am Arbeitsplatz

Unfälle am Arbeitsplatz

Infografik Nr. 280210

Unfälle am Arbeitsplatz

In der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Sektor Deutschlands kommt es im Durchschnitt alle 69000 Arbeitsstunden zu einem Betriebsunfall, der eine mind ...

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Unfälle am Arbeitsplatz

In der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Sektor Deutschlands kommt es im Durchschnitt alle 69000 Arbeitsstunden zu einem Betriebsunfall, der eine mindestens dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat. Die Berufsgenossenschaften und öffentlichen Unfallkassen, die als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Unfallfolgen einzustehen haben, registrierten 2013 rund 874500 Arbeitsunfälle, dazu weitere 185700 Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause. Etwa 20100 Unfälle hatten so schwere Auswirkungen, dass für sie eine Abfindung oder Rente gezahlt werden musste. 455 Arbeitsunfälle und 317 Wegeunfälle endeten tödlich.

Nach wie vor birgt das Arbeitsleben also beträchtliche Unfallgefahren in sich, doch geht die Unfallhäufigkeit seit fünf Jahrzehnten fast kontinuierlich zurück. In den 1950er Jahren hatte der rasche industrielle Aufbau die Unfallzahlen im damaligen Bundesgebiet steil nach oben getrieben. Anfang der 1960er Jahre erreichte diese Welle in der gewerblichen Wirtschaft mit 2,3 Mio Arbeitsunfällen pro Jahr und mehr als 3000 tödlichen Unfällen ihren Höhepunkt. Dann trat ein Rückgang ein, der sich mit einigen Schwankungen bis in die Gegenwart fortsetzte – eine Folge verbesserter Arbeitsschutzmaßnahmen und des wachsenden Anteils an Beschäftigungen mit geringerem Unfallrisiko.

In manchen Wirtschaftszweigen muss häufiger mit Arbeitsunfällen gerechnet werden als in anderen. Aktuelle Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zeigen, dass die Bauwirtschaft im Verhältnis zur Beschäftigtenzahl weiterhin am unfallträchtigsten ist. Über alle Wirtschaftszweige (einschließlich des öffentlichen Sektors) hinweg ereigneten sich 2013 bundesweit fast 23 Arbeitsunfälle auf jeweils 1000 „Vollarbeiter“. (Ein Vollarbeiter entspricht einem Beschäftigten mit einer tatsächlichen Jahresarbeitszeit von 1550 Stunden.) In der Baubranche war die Unfallquote mit 57 Unfällen auf 1000 Beschäftigte deutlich höher. Doch auch in dieser Branche hat sich die Zahl der Arbeitsunfälle auf lange Sicht stark verringert. Zum Vergleich: 1960 wurden in der Bauwirtschaft, aber auch im Bergbau, in der Industrie der Steine und Erden und in der Metallindustrie noch mehr als 200 Arbeitsunfälle je 1000 Vollarbeiter registriert.

Unfallbelastet ist in der gewerblichen Wirtschaft besonders die Bedienung und Handhabung von Maschinen, Werkzeug und Geräten. Einen weiteren Unfallschwerpunkt bildet der manuelle Transport, d.h. die Beförderung von Lasten mit Muskelkraft (durch Heben, Tragen, Ziehen Schieben). In der Bauwirtschaft sind häufig Sturzunfälle zu beklagen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 11/2014
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