Primärenergieverbrauch in Deutschland

Primärenergieverbrauch in Deutschland
Seitenanzahl

1

Der Begriff Primärenergie bezieht sich auf die natürlichen, noch keiner Umwandlung unterworfenen Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Kohle, Wasserkraft usw. Der Primärenergieverbrauch in Deutschland erreichte 1979 seinen Höchststand.

Verfügbare Produktformate:

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland erreichte 1979 seinen Höchststand. Damals... mehr
Mehr Details zu "Primärenergieverbrauch in Deutschland"

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland erreichte 1979 seinen Höchststand. Damals „verfeuerten“ die frühere Bundesrepublik und die DDR zusammen fast 16 000 Petajoule (PJ). Im Jahr der deutschen Einigung, 1990, lag der Energieverbrauch bei rund 14 900 PJ. Seitdem zeigen die Verbrauchswerte eine langfristig fallende Tendenz. Ab 2011 kletterten sie trotz der zum Teil lebhaften Wirtschaftsentwicklung und der wachsenden Bevölkerung nicht mehr über die Marke von 14 000 PJ. Im Jahr 2018 belief sich der Primärenergieverbrauch nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf 12 900 Petajoule. Das war der niedrigste Wert seit Anfang der 1970er Jahre. Das Verbrauchsniveau von 1991 wurde um fast 12 % unterschritten, während die reale Wirtschaftsleistung 2018 um 46 % höher ausfiel als damals. Demzufolge ist die Energieproduktivität – das mit gleichem Primärenergieeinsatz erzielte volkswirtschaftliche Ergebnis – zwischen 1991 und 2018 um rund zwei Drittel (69 %) gestiegen.

Betrachtet man die aktuellen Energieverbrauchsdaten, ist von besonderem Interesse, wie sich die „Energiewende“ und der Ausbau der erneuerbaren Energien auf die Zusammensetzung der Energieträger auswirken. 2011 hatte sich in der Energiepolitik Deutschlands eine überraschende Kehrtwende vollzogen: Kurz nachdem das japanische Atomkraftwerk Fukushima durch einen Tsunami zerstört worden war, revidierte die Bundesregierung ihre Entscheidung, die Laufzeiten der deutschen Atommeiler zu verlängern, und beschloss stattdessen den zügigen Ausstieg aus der Kernenergie. Acht der damals 17 Atomkraftwerke wurden sofort stillgelegt; die übrigen sollen in mehreren Etappen bis 2022 folgen. Parallel dazu gewinnen die erneuerbaren Energien vor allem für die Stromerzeugung immer größeres Gewicht.

Auf Grund dieser Entwicklungen ergaben sich deutliche Verschiebungen im Energiemix, der den Anteil der verschiedenen Primärenergieträger an der Energieversorgung anzeigt und sich normalerweise nur in größeren Zeitabständen verändert. So ging der Beitrag der Kernenergie zwischen 2010 und 2018 von 11 % auf 6 % zurück, während die erneuerbaren Energien von 10 % auf 14 % zulegten. Mineralöl (34 %) und Erdgas (24 %) blieben aber die wichtigsten Energieträger. Einschließlich der Kohle (Stein- und Braunkohle zusammen: 22 %) deckten die fossilen Energieträger zuletzt immer noch vier Fünftel des gesamten Energiebedarfs der Bundesrepublik.

Der Begriff Primärenergie bezieht sich auf die natürlichen, noch keiner Umwandlung unterworfenen Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Kohle, Wasserkraft usw.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
s/w-Version: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 01/2019
Zuletzt angesehen