Entwicklung des DAX 1987-2021

Entwicklung des DAX 1987-2021

Infografik Nr. 462139

Für den Wirtschafskundeunterricht: Dieses ZAHLENBILD erläutert die Berechnungsgrundlage des Deutschen Aktienindex (DAX) und zeichnet seine Entwicklung von seiner Einführung 1987 bis in die Gegenwart nach. Jetzt für Ihren Unterricht herunterladen!

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Der Aktienindex DAX wird seit dem 1. Juli 1988 als Auswahlindex der 30 größten und... mehr
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Der Aktienindex DAX wird seit dem 1. Juli 1988 als Auswahlindex der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Börse ermittelt. Sein unmittelbarer Vorläufer war der Index der Börsenzeitung (ab 1981), der seinerseits an den seit 1959 veröffentlichten Hardy-Index anknüpfte. Der DAX brachte eine Neuerung, die ihn von anderen Indizes (wie dem Dow Jones) unterschied: Er spiegelt nicht den reinen Kursverlauf der beteiligten Werte, sondern wird als Performance-Index berechnet, d.h. es wird davon ausgegangen, dass Dividenden, Erlöse aus Bezugsrechten und sonstige Kapitalerträge sogleich wieder investiert und so dem Wert des Aktienportefeuilles zugeschlagen werden. Auf diese Weise bildet der DAX die gesamte Wertentwicklung der in ihm gebündelten Aktien ab. (Ein Kursindex, der die eigentliche Kursentwicklung misst, wird ergänzend dazu veröffentlicht.) Der DAX ist entsprechend der Marktkapitalisierung der einzelnen Aktienwerte gewichtet. Welchen Einfluss ein Unternehmen auf die Indexentwicklung ausübt, hängt also davon ab, wie viele seiner Aktien auf dem Markt sind und wie hoch sie bewertet werden; dabei sorgt eine Kappungsgrenze dafür, dass einzelne Werte kein übermäßiges Gewicht erhalten.

Bei Einführung des DAX wurde für den Index ein Basiswert von 1000, bezogen auf den letzten Handelstag des Jahres 1987, festgelegt. Dieser Ausgangspunkt lag in einem Kurstal, denn im Herbst 1987 hatten die Börsen rund um die Welt einen massiven Kurseinbruch erlitten. Ab Anfang 1988 erholten sich die Kurse wieder, so dass der DAX vom Start weg in günstigem Licht erschien. Ab 1996 ging es mit dem DAX steil aufwärts, bis die Asienkrise und die Schuldenkrise Russlands 1998 einen Kurssturz auslösten. Im Sog des New-Economy-Booms kletterte der Kurs danach auf über 8100 Punkte (März 2000). Umso schmerzvoller war der Absturz aus dieser spekulativ übersteigerten Börseneuphorie. Es dauerte bis 2007, ehe der DAX das Rekordhoch von 2000 wieder erreichte. Nach dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verlor der DAX ab Januar 2008 jedoch erneut mehr als die Hälfte seines Wertes. Die Anfang 2009 einsetzende Erholung kam 2011 vor dem Hintergrund der Eurokrise wieder ins Stocken. Starken Auftrieb verschaffte dem DAX dann die Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank. Dem Kursgipfel im April 2015 (mit 12 274 Punkten) folgten allerdings unruhige Zeiten, in denen die Sorgen um den Gang der Weltwirtschaft, die Brexit-Entscheidung oder der Handelskrieg USA-China immer neue Kursrückschläge auslösten. Im Februar 2020 riss der Ausbruch der Corona-Pandemie den DAX in die Tiefe. Im weiteren Verlauf setzten sich aber die Auftriebskräfte durch, die den DAX-Schlusskurs am 30. März 2021 erstmals auf über 15 000 Punkte steigen ließen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2021
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