Durchschnittliches Geldvermögen in den Ländern

Durchschnittliches Geldvermögen in den Ländern

Infografik Nr. 468650

Die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Chancen sind zwischen den deutschen Bundesländern ungleichmäßig verteilt. Das wirkt sich auf dem allgemeinen Wohlstand aus und spiegelt sich im Durchschnittsvermögen der privaten Haushalte. Vergleichszahlen dazu zeigen, wo die einzelnen Länder im Vermögensranking einzustufen sind.

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Die vom Statistischen Bundesamt alle fünf Jahre – zuletzt 2023 –  durchgeführte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) erlaubt tiefere Einblicke in die Einkommens- und Vermögenslage der privaten Haushalte in Deutschland. Sie liefert u.a. Angaben zum Gebrauchsvermögen an Fahrzeugen und Geräten, mit denen die Haushalte ausgestattet sind, zu ihren Konsumausgaben und nicht zuletzt ihrer finanziellen Situation, zu Grundbesitz und Geldvermögen. Wegen des relativ großen Stichprobenumfangs sind Aussagen dazu auch im Vergleich der Bundesländer möglich. Nach wie vor besteht Interesse an einem Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland, aber auch an den Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. Da die langfristige wirtschaftliche Entwicklung der Regionen voneinander abweicht, sind auch die Erwerbsmöglichkeiten und wirtschaftlichen Chancen ungleichmäßig verteilt. Das schlägt sich nicht zuletzt in der Vermögensbildung nieder.

Wie aus den vorläufigen Ergebnissen der EVS 2023 hervorgeht, sind die Haushalte im Süden der Bundesrepublik deutlich wohlhabender als im übrigen Bundesgebiet – mit Ausnahme der Hansestadt Hamburg, deren Haushalte ebenfalls über ein solides finanzielles Polster verfügen. Einschränkend ist allerdings zu vermerken, dass die Durchschnittswerte je Haushalt noch nichts darüber aussagen, wie die Vermögen auf die Haushalte verteilt sind.

Spitzenreiter im Vergleich der Netto-Geldvermögen ist der Freistaat Bayern mit einem Durchschnittsbetrag von 94 200 € je Haushalt. Es folgen Baden-Württemberg (87 300 €), Hessen (81 700 €) und das Saarland (79 200 €). Dagegen verfügen die Haushalte in Sachsen-Anhalt nur über ein Netto-Geldvermögen von durchschnittlich 31 600 € und in Mecklenburg-Vorpommern über 37 300 €. Das Netto-Geldvermögen ergibt sich nach Abzug der noch offenen Konsumenten- und Bildungskreditschulden von den Brutto-Geldbeständen.

Bezieht man den Haus- und Grundbesitz in den Wohlstandsvergleich ein, steht Bayern noch eindeutiger an der Spitze: Jeder zweite bayerische Privathaushalt verfügt über Immobilien. Wird deren Verkehrswert nach Abzug der Restschulden aus Hypotheken, Baudarlehen usw. ebenfalls auf die Gesamtheit der Haushalte umgelegt, ergibt sich ein Netto-Gesamtvermögen von 331 800 €. Im benachbarten Baden-Württemberg entfallen rechnerisch 281 900 € auf den Durchschnittshaushalt. Schlusslicht ist auch hier Sachsen-Anhalt mit einem Gesamtvermögen von 92 500 € je Haushalt. 

Ausgabe: 05/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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