Das private Gebrauchsvermögen

Das private Gebrauchsvermögen
Seitenanzahl

1

Das private Gebrauchsvermögen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts verfügt Deutschland über ein Volksvermögen von rund 12600 Milliarden Euro. Diese gewaltige Summe set ...

Verfügbare Produktformate:

Das private Gebrauchsvermögen Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts verfügt... mehr
Mehr Details zu "Das private Gebrauchsvermögen"

Das private Gebrauchsvermögen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts verfügt Deutschland über ein Volksvermögen von rund 12600 Milliarden Euro. Diese gewaltige Summe setzt sich im Wesentlichen aus dem Zeitwert der Gebäude und sonstigen Bauwerke, des Baulands und der Ausrüstungen (Maschinen und Geräte, Fahrzeuge) zusammen (vgl. ZAHLENBILD 468001). Das Gebrauchsvermögen der privaten Haushalte ist in ihr noch nicht enthalten. Dazu zählen langlebige, höherwertige Gegenstände wie Fahrzeuge, Möbel, Bodenbeläge, Haushaltsgeräte (Wasch- und Spülmaschinen, Herde, Kühlschränke usw.), Unterhaltungselektronik, Computer und sonstige Güter für Freizeit und Unterhaltung sowie Uhren und Schmuck. Ihnen ist gemeinsam, dass sie nach der Anschaffung nicht sofort aufgebraucht, sondern für mehrere Jahre genutzt werden. Sie sind darin den Investitionsgütern des Unternehmenssektors vergleichbar.

Auch in der privaten Ausstattung steckt ein hoher materieller Wert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts repräsentierte das Gebrauchsvermögen der privaten Haushalte in Deutschland Ende 2013 einen Zeitwert von 1006 Mrd €. Darin sind die Wertverluste durch Abnutzung und technisches Veralten der Güter berücksichtigt, zugleich aber auch die veränderten Preise, die bei einer Wiederbeschaffung bezahlt werden müssten. Seit 1991 hat das Netto-Gebrauchsvermögen zu Wiederbeschaffungspreisen – so der Fachterminus – um rund 65 % zugenommen.

Wertvollster Bestandteil des Gebrauchsvermögens sind die Möbel und Haushaltsgeräte, auf die 2013 mit 412 Mrd € mehr als 40 % des gesamten Zeitwerts entfielen. Den zweitgrößten Vermögenswert bildeten die Personenfahrzeuge mit 316 Mrd €. Die Güter für Freizeit und Unterhaltung fielen mit 117 Mrd € eher mäßig ins Gewicht. Das hat mit der raschen technischen Alterung und dem Preisverfall bei vielen dieser Güter zu tun. Einen Zeitwert von 160 Mrd € hatten die „sonstigen langlebigen Güter“, darunter Uhren und Schmuck, aber auch therapeutische Geräte und Ausrüstungen.

Im Durchschnitt belief sich das Gebrauchsvermögen eines Haushalts Ende 2013 auf einen Zeitwert von 24700 €. Für die Haushalte steht meist aber nicht der Vermögensaspekt, sondern der praktische Nutzwert der langlebigen Gebrauchsgüter im Vordergrund: sie sollen ein wohnliches Zuhause schaffen, die Hausarbeit erleichtern, Mobilität ermöglichen und zur Bildung oder Freizeitgestaltung beitragen. Solange sie ihren Zweck erfüllen, spielt es dann eine untergeordnete Rolle, ob sie schon mehr oder weniger weit abgenutzt (bzw. abgeschrieben) sind.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 12/2014
Zuletzt angesehen