Bundesverband der Deutschen Industrie - BDI

Bundesverband der Deutschen Industrie - BDI

Infografik Nr. 236120

Im Zuge der Industrialisierung bildeten sich in Deutschland schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Branchenvereinigungen auf Unternehmerseite. Aus dem gemeinsamen Schutzzollinteresse d ...

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Im Zuge der Industrialisierung bildeten sich in Deutschland schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Branchenvereinigungen auf Unternehmerseite. Aus dem gemeinsamen Schutzzollinteresse der Stahl- und der Baumwollindustrie entstand 1876 der Centralverband deutscher Industrieller, der bereits die Funktion eines „Verbands der Verbände“ für sich beanspruchte, aber doch nur für einen Teil der Industrie sprechen konnte. So wurde als Vertretung der exportorientierten Industrien 1895 der Bund deutscher Industrieller gegründet. Erst 1919 ging aus der Vereinigung beider Organisationen der Reichsverband der deutschen Industrie hervor. Dieser wurde 1933 aufgelöst bzw. in die „Reichsgruppe Industrie“ der Organisation der gewerblichen Wirtschaft überführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konstituierten sich in den westlichen Besatzungszonen zunächst einzelne Wirtschafts- und Fachverbände, die Ende Mai 1949 im Ausschuss für Wirtschaftsfragen eine erste branchenübergreifende Verbindung eingingen. Im Oktober 1949 erfolgte die Gründung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Heute gehören dem BDI 36 Mitgliedsverbände mit rund 100000 Unternehmen an – fachliche Spitzenverbände der Industrie und der industrienahen Dienstleister vom Verband der Automobilindustrie bis zum Verein der Zuckerindustrie.

Der BDI als Dachorganisation sieht seine Aufgabe darin, die gemeinsamen wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Industrie gegenüber Parlament, Regierung, Parteien, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen zu vertreten und auch auf europäischer und globaler Ebene zur Geltung zu bringen. Er leistet außerdem Beratungs-, Informations- und Koordinationsdienste für seine Mitgliedsverbände. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in den Bereichen Wirtschafts- und Wettbewerbspolitik, Finanzpolitik und Recht, Infrastruktur- und Verkehrspolitik, Energie- und Rohstoffpolitik, Außenwirtschaft, Europapolitik und Mittelstandspolitik.

Organe des BDI, der die Rechtsform eines eingetragenen Vereins hat, sind die Mitgliederversammlung, in der jeder Mitgliedsverband ein nach der Beschäftigtenzahl abgestuftes Stimmgewicht besitzt, der Vorstand und das Präsidium. Die laufenden Aufgaben nimmt die Hauptgeschäftsführung wahr. Seinen Sitz hat der BDI seit 1999 in Berlin. Daneben unterhält er zusammen mit dem Arbeitgeberverband (BDA) eine Repräsentanz in Brüssel. Auf europäischer Ebene ist er im Dachverband BusinessEurope organisiert. Er wirkt außerdem im Business and Industry Advisory Committee (BIAC) mit, einem beratenden Gremium der Industrieländer-Organisation OECD.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2018
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