Schutz durch private Versicherung

Schutz durch private Versicherung

Infografik Nr. 487113

Die Sozialversicherung deckt einen Teil der großen Lebensrisiken ab. Wer aber einen besseren Schutz erreichen will, muss zusätzlich selbst vorsorgen. Und gegen manche Gefahren kann man sich ohnehin nur privat absichern. Wie verbreitet sind die einzelnen Versicherungsarten in Deutschland? 

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Durch die gesetzliche Sozialversicherung ist der weit überwiegende Teil der Bevölkerung vor den wirtschaftlichen Folgen von Krankheit, Alter, Pflegebedürftigkeit und Erwerbslosigkeit geschützt. Wer nicht unter die gesetzliche Versicherungspflicht fällt oder einen besseren Versicherungsschutz erreichen will, kann durch Abschluss eines privaten Versicherungsvertrags aber auch selbst Vorsorge gegen diese Risiken treffen. Zur Absicherung gegen sonstige Gefahren sind die Bürger ohnehin auf die Leistungen der privaten Versicherungsunternehmen angewiesen. Deren Angebotsspektrum reicht von der privaten Renten-, Lebens-, Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherung über die Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung bis zu den sogenannten Sachversicherungen (z.B. Hausrat-, Gebäudeversicherung).

Welche Bedeutung die privaten Haushalte ihrem Versicherungsschutz beimessen, zeigen Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023, über die das Statistische Bundesamt berichtet. Danach ist in 89 % der Haushalte eine Privathaftpflichtversicherung vorhanden, die für schuldhaft verursachte Schäden im privaten Bereich, auch beim Sport oder in der Freizeit, einsteht. Eine Pkw-Haftpflichtversicherung ist für Autobesitzer ohnehin Pflicht. Durch eine Hausratversicherung schützen sich 78 % gegen Schäden an ihrer Wohnungseinrichtung, die bei einem Einbruch, durch Feuer, Wasser oder Sturm entstehen können. 50 % besitzen eine Rechtsschutzversicherung.

Für den einzelnen Haushalt besonders wichtig sind aber die Versicherungen, durch die der Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung ergänzt wird. Wo sich die sozialen Sicherungssysteme auf das Nötigste beschränken, ist ergänzende private Vorsorge gefragt. Dies gilt nicht zuletzt für die private Altersvorsorge. So verfügten 2023 rund 27 % der Haushalte über eine staatlich geförderte private Rentenversicherung (Riester- oder Rürup-Rente) und 23 % über eine sonstige private Rentenversicherung. 28 % hatten eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen; 19 % besaßen eine Risiko-Lebensversicherung, um die Familie für den Fall des vorzeitigen Ablebens finanziell abzusichern. Auf eigene Initiative ist auch angewiesen, wer sich gegen die Risiken eines Unfalls im privaten Bereich oder einer eventuellen Berufsunfähigkeit absichern will. Eine private Zusatz-Krankenversicherung, wie sie 48 % der Haushalte besitzen, dient dazu, die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse aufzustocken. Unabhängig davon verfügen knapp 11 % der Bevölkerung (vor allem Selbstständige, Beamte und Angestellte mit höherem Einkommen) über eine private Krankheitskostenvollversicherung als Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. 

Ausgabe: 05/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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