Wirtschaftskraft der Länder 2014

Wirtschaftskraft der Länder 2014
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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Größe, an der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Staaten gemessen wird. In Deutschland wird in der Regel die Wirtschaftskraft je Einwohner – das BIP pro Kopf zu jeweiligen Preisen – für den Vergleich herangezogen.

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Größe, an der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Staaten gemessen wird. In Deutschland veröffentlichen die Statistischen Ämter der Länder darüber hinaus regionale Daten zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, die einen Vergleich zwischen den Bundesländern ermöglichen sollen. Da die Länder unterschiedlich groß sind, wird in der Regel die Wirtschaftskraft je Einwohner – das BIP pro Kopf zu jeweiligen Preisen – für den Vergleich herangezogen. 2017 lag die durchschnittliche Wirtschaftsleistung in der Bundesrepublik, bezogen auf die Bevölkerung zur Jahresmitte, bei 39 480 € je Einwohner. Im Ländervergleich bewegte es sich zwischen 64 570 € je Einwohner in Hamburg und 26 560 € in Mecklenburg-Vorpommern. Das bevölkerungsstärkste Bundesland, Nordrhein-Westfalen, lag mit 38 650 € knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Eine deutlich größere Wirtschaftsleistung je Einwohner erbrachten Bayern (45 810 €), Baden-Württemberg (44 890 €) und Hessen (44 800 €). Demgegenüber kamen die ostdeutschen Flächenländer nur auf einen Durchschnitt von 28 340 €.

Gegen das BIP je Einwohner als Vergleichsmaßstab ist einzuwenden, dass es die Wirtschaftskraft mancher Länder überzeichnet. So tragen vor allem in den Stadtstaaten zahlreiche Einpendler zur Wirtschaftsleistung bei. Geeigneter erscheint deshalb ein Vergleich, der das Bruttoinlandsprodukt auf die Zahl der Erwerbstätigen im jeweiligen Bundesland bezieht. Das BIP je Erwerbstätigen dient zugleich als ein Maßstab für die Produktivität des jeweiligen Wirtschaftsgebiets.

Deutschlandweit erbrachte ein Erwerbstätiger 2017 im Durchschnitt eine Wirtschaftsleistung von 73 680 €. Fünf Länder lagen über diesem Mittelwert: Hamburg wies ein BIP von 94 280 € je Erwerbstätigen auf und führte die Länder-Rangliste auch hier mit großem Abstand vor Hessen (81 270 €) an. Es folgten dicht beieinanderliegend Bayern, Baden-Württemberg und Bremen. Der Stadtstaat Berlin nahm den neunten Rang ein, hinter Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Brandenburg lag unter den ostdeutschen Flächenländern mit 61 900 € an der Spitze; Mecklenburg-Vorpommern belegte mit 56 980 € den letzten Rang.

Angesichts der nach wie vor großen Abstände ist zu fragen, ob die von Wirtschaftstheoretikern und Politikern gehegte Annahme, dass sich die Unterschiede der regionalen Leistungskraft langfristig einebnen, überhaupt realistisch ist. Joachim Rangnitz vom ifo-Institut in Dresden sieht die regionalen Entwicklungstrends stark von äußeren Einflüssen und historischen Zufälligkeiten bestimmt, die das Ziel der Angleichung der regionalen Wirtschaftsdaten eher fragwürdig erscheinen lassen.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 11/2018
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