Deutschlands beste Kunden

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Infografik Nr. 389211

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Von dem tiefen Einbruch des Krisenjahres 2009 erholte sich der deutsche Außenhandel in den beiden folgenden Jahren in eindrucksvoller Weise. Aber die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb ungewiss und von Rückschlägen bedroht. Erheblichen Anteil daran hatte die Schuldenkrise im europäischen Raum und der daraus erwachsende Zwang zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen. So verzeichnete die EU 2012 einen Rückgang der realen Wirtschaftsleistung um 0,3%; im Euro-Währungsraum schrumpfte das BIP sogar um 0,6%. Davon blieb Deutschland, das fast drei Fünftel seiner Exporte in den EUPartnerländern absetzt, nicht unberührt: Zwar wurde eine Rezession vermieden, aber das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr belief sich nur auf magere 0,7%. Und im letzten Quartal des Jahres ging das preisbereinigte BIP doch noch zurück.

Die schwache Wirtschaftsentwicklung spiegelt sich in den Ergebnissen des Außenhandels. So nahm die Ausfuhr 2012 (in laufenden Preisen) nur noch um 3,4% gegenüber dem Vorjahr zu und kletterte damit auf 1097 Mrd €. Gleichzeitig blieb die Einfuhr mit 909 Mrd € nahezu unverändert, nachdem sie 2010/11 noch um mehr als ein Drittel zugenommen hatte. Die Exportbeziehungen der Bundesrepublik zu einigen EU-Partnerländern standen 2012 unter negativen Vorzeichen. Stark rückläufig waren die Ausfuhren vor allem in die Schuldenstaaten Portugal (-11,6%), Spanien (-10,4%), Italien (-9,8%) und Griechenland ( 7,5%). Andererseits wuchs die Ausfuhr nach Frankreich um 3,0% und die nach Großbritannien sogar um 10,1%. Außerhalb Europas erwiesen sich die USA (+17,7%) als besonders aufnahmefähig für deutsche Exportgüter. Dagegen verlor der Export in Richtung China deutlich an Schwung (+2,7%).

In der Rangliste der wichtigsten Exportkunden behielt Frankreich seine Position als mit Abstand bedeutendster Absatzmarkt: Das Nachbarland jenseits des Rheins bezog Waren im Wert von allein 104 Mrd €; das entsprach fast einem Zehntel der gesamten Exporte Deutschlands. Es folgten die USA (mit 87 Mrd € auf Rang 2) vor Großbritannien und den Niederlanden. China belegte den fünften Rang, während Italien auf den siebten Rang zurückfiel. Von den osteuropäischen EU-Ländern blieb Polen 2012 der wichtigste Abnehmer. Auf der Einfuhrseite belegten die Niederlande mit Lieferungen von 87 Mrd € den Rang an der Spitze – vor China (77 Mrd €), Frankreich (65 Mrd €) und den USA (51 Mrd €). Den größten Außenhandelüberschuss (Ausfuhren ./. Einfuhren) verzeichnete die Bundesrepublik im Austausch mit Frankreich (knapp 40 Mrd €) und den USA (36 Mrd €).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 03/2013
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