Die Industrie in den Bundesländern

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Die Industrie hat die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in den letzten 150 Jahren entscheidend geprägt und ist nach wie vor eine tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft. Zwar liegt das Schwergewicht der Beschäftigung auch in der Bundesrepublik längst auf den Dienstleistungen, sind unrentable Fertigungszweige aufgegeben und industrielle Arbeitsplätze abgebaut oder ins billiger produzierende Ausland verlagert worden, aber noch immer hängt mehr als jeder siebte Arbeitsplatz direkt von der Industrie ab, und auch die Beschäftigung in unternehmensnahen Dienstleistungszweigen (wie EDV-Dienstleistungen, Steuer- und Rechtsberatung, Personalvermittlung, Forschung und Entwicklung), im Handel und im Verkehrswesen wird zu einem erheblichen Teil durch Zuliefer- und Hilfsfunktionen für die Industrie gestützt.

Die räumliche Verteilung der Industrie über das Bundesgebiet geht vielfach noch auf die Standortentscheidungen in der Frühphase der Industrialisierung zurück, ist häufig aber auch erst Ergebnis der Ansiedlungspolitik und des Strukturwandels der letzten Jahrzehnte. Auf der Karte zieht sich ein „Industriegürtel“ von München über das Rhein-Neckar-Gebiet, die Rhein-Main-Region und den Rheinisch-Westfälischen Industriebezirk bis in den norddeutschen Raum. Hinzu kommen einzelne industrielle Schwerpunkte z.B. in Nordbayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen.

In der Statistik ist „Industrie“ gleichbedeutend mit dem Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ (Abschnitte B und C der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008). Erfasst werden Betriebe bzw. Unternehmen mit mindestens 20 tätigen Personen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2016 bestanden in Deutschland 45876 Industriebetriebe mit 6,17 Millionen tätigen Personen. Die meisten Industriebeschäftigten gab es in Bayern (1,27 Mio) und Baden-Württemberg (1,26 Mio); dann erst folgte Nordrhein-Westfalen (mit 1,22 Mio).

Auch was die Industriedichte angeht, nimmt Nordrhein-Westfalen, einst das Herz der deutschen Schwerindustrie, längst nicht mehr den Spitzenrang ein. So arbeiteten 2016 an Rhein und Ruhr nur 68 von 1000 Einwohnern in der Industrie, weniger als im Bundesdurchschnitt (75 je 1000 Ew.). In Bayern waren dagegen 99 und in Baden-Württemberg sogar 116 von 1000 Einwohnern in einem Industriebetrieb tätig. In den neuen Ländern sind noch immer die Folgen des Zusammenbruchs der DDR-Wirtschaft spürbar, doch gibt es dort inzwischen zahlreiche Beispiele einer erfolgreichen „Re-Industrialisierung“, so insbesondere in Sachsen und Thüringen.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 05/2017
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