Deutschlands Partner im Außenhandel

Deutschlands Partner im Außenhandel

Infografik Nr. 389204

Welche Länder sind die größten Abnehmer deutscher Waren? Wer importiert nach Deutschland? Anschauliche Erklärungen in diesem ZAHLENBILD.

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Für die Bundesrepublik Deutschland war die Entwicklung des Außenhandels stets ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsverlauf. Ein Aufschwung im Konjunkturzyklus wurde regelmäßig durch die Belebung des Exportgeschäfts ausgelöst. So auch in den Jahren ab 2004. Die deutsche Exportwirtschaft profitierte dabei von der über Jahre gewachsenen preislichen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber wichtigen Konkurrenten. Sie war mit ihrem Produktionsprofil zudem bestens gerüstet für die starke Weltmarktnachfrage nach Investitionsgütern. Die Kehrseite der intensiven Welthandelsverflechtung zeigte sich in der Finanzund Wirtschaftskrise des Jahres 2009, als die deutschen Ausfuhren um nahezu ein Fünftel schrumpften. Den deutschen Unternehmen kam allerdings zugute, dass die Erholung der Weltkonjunktur ab Mitte 2009 vor allem von den Schwellenländern und ihrem großen Bedarf an Investitionsgütern getragen wurde, so dass dem Absturz ein umso lebhafterer Aufschwung folgte. Danach stiegen die Warenexporte zwar langsamer, aber weiterhin stetig an, sodass ein Rekordwert auf den nächsten folgte. Die Corona-Pandemie brachte im Jahr 2020 jedoch einen neuerlichen Einbruch: Die Warenexporte gingen gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % auf 1 205 Mrd € zurück, die Importe sanken um 7,1 % auf 1 025 Mrd €. Der Überschuss in der Handelsbilanz lag bei 180 Mrd €. Wie sich der Außenhandel nach diesem Rückschlag weiterentwickelt, ist noch nicht abzusehen. Bereits in den Jahren zuvor hatten sich protektionistische Tendenzen im Welthandel verstärkt. In der Corona-Pandemie kam es überdies zu ernsthaften Störungen in den globalen Lieferketten, sodass in Zukunft möglicherweise eine stärkere Konzentration der Handelsbeziehungen auf den engeren Wirtschaftsraum zu erwarten ist.

Schon bisher hatte der europäische Binnenmarkt maßgebliche Bedeutung für den deutschen Außenhandel: 2020 wickelte Deutschland gut die Hälfte (53 %) seines grenzüberschreitenden Warenverkehrs (Exporte + Importe) mit den EU-Partnern ab, insgesamt mit einem Wert von 1 183 Mrd €. Das Schwergewicht lag dabei weiterhin auf den Ländern der Eurozone: Auf sie entfielen 814 Mrd €. Auch mit dem übrigen Europa (2020 einschl. Großbritannien) pflegte Deutschland enge Handelsbeziehungen. Als einzelnes Land ist seit 2016 die Volksrepublik China der größte Handelspartner Deutschlands. Der Handelsumsatz mit China belief sich 2020 auf 212 Mrd €. China ist neben Japan auch die einzige bedeutende Volkswirtschaft, der gegenüber Deutschland keinen Exportüberschuss aufweist. Inzwischen ist China zum wichtigsten Importland der Bundesrepublik aufgestiegen. Bei den Exporten liegt China an zweiter Stelle hinter den USA, dem wichtigsten Abnehmerland für deutsche Waren.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 04/2021
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